Anstelle klassischer Büroszenarien setzt das Standkonzept auf eine konzentrierte Präsentation der vielfältigen Produkte und technischen Lösungen sowie der Bandbreite und Kompetenz der Marke Thonet in der Contract-Welt. Neue Entwürfe und Programmerweiterungen von Uwe Sommerlade, Marco Dessí und Frank Rettenbacher zeigen unterschiedliche Lösungen für den Objektbereich: von Mehrzweckbestuhlung für Veranstaltungsräume über Ausstattung von Konferenz- und Kommunikationsbereiche bis hin zur Gestaltung von informelleren Situationen. Dabei werden Produktneuheiten neben bereits bestehenden Stuhl-, Tisch- und Sitzoptionen als Gesamtspektrum aller Thonet-Themen präsentiert.
Das „House of Thonet” ist als temporäre, wiederverwendbare Pop-up-Architektur konzipiert, deren Elemente auch bei zukünftigen Ausstellungen und Veranstaltungen zum Einsatz kommen können. „Thonet als die weltweit geschichtsträchtigste Möbel-Marke sollte dieses Jahr als Brand maximal in den Vordergrund gerückt werden”, beschreibt Aisslinger einen zentralen Gedanken seines Entwurfs.
Schon von außen erhält der Pavillon deshalb eine unverwechselbare Thonet-Identität. Ein 2,4 Meter hoher „THONET”-Schriftzug trifft auf eigens entwickelte textile „Thonet Brand Panels”. Ihre dreidimensionale Reliefstruktur greift die charakteristische Kontur des Freischwingers auf und übersetzt damit eine prägende gestalterische Signatur Thonets in die Architektur des Messestands. Die Panels bilden die Fassade des modularen Pavillons und schaffen zugleich eine textile, warme Anmutung.
Hinter der markanten Fassade öffnet sich das „House of Thonet” nach innen. Durchblicke und offene Übergänge leiten auf eine zentrale Piazza. Die zweigeschossigen Wandmodule öffnen sich nach innen wie Setzkästen und präsentieren die verschiedenen Kollektionen von Thonet. Aisslinger beschreibt die Hülle als „osmotische, luftige, den Stand umgebende, schwebende Architektur”, die ein einladendes Haus bildet, in dessen Zentrum die Thonet-Community zusammenkommen kann.
Die Piazza bildet das kommunikative Herz des Messeauftritts. Produkte, Varianten, Videoscreens und Technikmuster laden dazu ein, die in den umliegenden Bühnen präsentierten Entwürfe unmittelbar kennenzulernen, Funktionen auszuprobieren sowie Mechanismen und Details zu entdecken. Gleichzeitig entstehen mit der Thonet Coffee Bar und verschiedenen Sitzsituationen Orte für persönliche Gespräche und informellen Austausch.
Damit findet auch das ORGATEC-Leitthema „From Rooms to Relationships: Designing Spaces in an Ever-Changing World” eine Entsprechung im Standkonzept. Die Messe rückt 2026 den Menschen und seine Beziehungen im Arbeits- und Objektraum in den Mittelpunkt und fragt danach, wie Räume Begegnung und Zusammenarbeit unterstützen können. Im „House of Thonet” wird dieser Gedanke über die Architektur des Messestandes greifbar gemacht: Der Stand dient als offener Rahmen, in dem Produkte genutzt, erlebt und zum Ausgangspunkt für Begegnung werden.
Die Gestaltung des Pavillons verbindet eine prägnante architektonische Struktur mit einer warmen, hochwertigen Atmosphäre. Die geometrische Tragstruktur aus Sperrholz wird mit den textilen „Thonet Brand Panels” kombiniert. Zwei textile Brauntöne verleihen der Fassade und dem Innenraum Ruhe und Behaglichkeit. Architektur und Produktpräsentationen werden durch eine gezielte Beleuchtung akzentuiert.
„Wichtig für den Entwurf war dieses Jahr, sich durch eine intensive und präsente Architekturstruktur vom Messeumfeld abzuheben, ohne die Weltoffenheit und Friendlyness der Marke Thonet vermissen zu lassen”, so Aisslinger. So entsteht mit dem „House of Thonet” eine temporäre Markenarchitektur, die Produkt, Marke und Begegnung zusammenführt.