Erzähl mal ein bisschen von dir!
Ich bin Mama von drei Kindern und lebe gemeinsam mit ihnen, meinem Mann und unserem Kater seit 10 Jahren in unserem – mittlerweile zweimal - umgebauten Bungalow. Design und Einrichtung interessieren mich schon seit ich denken kann. Ich habe als Kind immer mein Zimmer umdekoriert oder Schuhschachtel-Häuser eingerichtet. Studiert habe ich Kommunikationswissenschaften, aber nur, weil mir ein Student aufgrund der Länge vom Architekturstudium abgeraten hat. Über Umwegen bin ich aber wieder bei der (Innen)Architektur gelandet und beschäftige mich seit mittlerweile 13 Jahren mit Interior Design. Journalistisch, fotografisch und mittlerweile manchmal auch beratend.
Worauf achtet du bei der Einrichtung eures Hauses? Wie würdest du euren Interior Stil beschreiben?
Unser Stil lässt sich nicht so einfach klassifizieren. Ich würde ihn als „Contemporary Natural” bezeichnen – ein nachhaltiger Ansatz mit langlebigen und zeitlosen Möbeln, persönlichen DIY-Elementen und Designklassikern. Viel Holz und natürliche Materialien, ruhig und reduziert, aber nicht minimalistisch.
Was macht für dich ein gutes Möbelstück aus? Welche Bedeutung haben langlebige Klassiker für dich?
Mich fasziniert Möbeldesign, das zeitlos ist und sich mühelos in jede einzelne Epoche eines Jahrhunderts einfügt. Dazu kommen noch die Handwerkskunst und Robustheit dieser Klassiker. Ich mag die Idee, solche Möbel an meine Kinder weiterzugeben.
Lange Zeit hattest du keine Originalen Thonet-Stühle um deinen Esstisch stehen. Was sind die Unterschiede vom Plagiat zum Original?
Von weitem sieht man vielleicht keinen großen Unterschied, aber je näher man kommt, desto mehr fallen die Feinheiten auf. Die präzise Verarbeitung, die grandiose Haptik und der Sitzkomfort. Mit dem Kauf eines Originals würdigt man den Entwurf, den Mut und das Können derer, die es entworfen haben. Somit investiert man nicht nur in ein Möbelstück, sondern in ein Stück Kulturgeschichte. Ein gutes Gefühl, von solchen Stücken umgeben zu sein.
Für eure Küchentheke hast du dich für Thekenhocker von Sebastian Herkner entschieden. Warum?
Es gibt keinen zeitgenössischen Designer, den ich so toll finde wie Sebastian Herkner. Ich verfolge seine Arbeit schon viele Jahre und mag sein Gespür sehr. Gerade bei der Kooperation mit Thonet merkt man, wie er es versteht, die Designgeschichte des Herstellers zu bewahren, das Möbelstück aber modern und in keinster Weise „retro“ zu interpretieren.
Welche Thonet-Möbel stehen noch auf deiner bzw. eurer Wunschliste?
Wo fang ich an? Da gibt es so einige! Ganz oben auf der Liste steht gerade ein S 412 samt Hocker in einer – für meine Verhältnisse – mutigen Farbkombination. Die LUM 125 Stehleuchte finde ich auch grandios! Und die Terrassenmöbel und und und…