Clubsessel S 830: Die 'Making-of-Story'

 

Thonet Making of Story S 830

Entdecken Sie die „Making-of-Stories“ unserer neuen Lounge-Modelle!

Diese Woche stellen wir Ihnen Emilia Becker und das Making-of ihres neuen Clubsessels S 830 vor. Der aus der Thonet-Historie inspirierte Polstersessel S 830 entstand innerhalb eines Jahres.

Unser einzigartiges Archiv in Frankenberg ist die Quelle der Inspiration für viele neue Möbelentwürfe. Sie werden sich vielleicht fragen, wie das Thonet Design Team immer wieder auf diese neuen Gestaltungsideen kommt. Wer sind die Designer und was inspiriert sie? Und nicht zuletzt: Welche Schritte sind für die Entwicklung eines völlig neuen Produkts erforderlich?

Mit unseren brandneuen „Making-of-Stories“ möchten wir Ihnen einen Einblick in die Arbeit unserer Inhouse-Designer geben: das Thonet Design Team!

Entdecken Sie hier die Entstehung und Entwicklung des Sessels S 830 – von den ersten Skizzen bis hin zum fertigen Produkt!

Clubchair S 830 Emilia becker
Thonet Making of S 830 Inspirationsmodell

Die Inspiration

Als Inspiration diente der Sessel S 798 F von Hanno von Gustedt. Der kompakte und kleine Sessel passte damals genau in die Zeit seiner Markteinführung (um 1963) und bot viel Potenzial, das die Designerin ins Hier und Jetzt übertragen hat.

Besonders inspiriert hat sie das Zusammenspiel der Rundungen und Kanten des Sessels. Aber auch das grafisch anmutende Stahlrohrgestell war eine wichtige Inspirationsquelle.

Die Entwurfsphase

Um die Portfoliolücke in der Thonet-Kollektion zu schließen, entwarf Emilia Becker einen Vollpolstersessel, der die Essenz der 1960er Jahre in sich trägt. Die Inspiration dafür holte sich die Designerin aus dem Thonet-Archiv bzw. dem Thonet-Museum, das unzählige Möbel der vergangenen Jahre beherbergt.

Nach zahlreichen Skizzen und Formideen startete der Prozess am Rechner, woraufhin die ersten gedruckten 3D-Modelle im Maßstab 1:7 entstanden. 

Thonet Making of S 830
Thonet making of S 830
Thonet Making of 830

Die Entwicklung

Nach formaler Betrachtung der Miniaturen wurde ein 1:1 Modell aus MDF gefräst. Anhand dieses Modells konnte die Designerin die Proportionen, die Neigung der Rückenlehne und die Lage der Armlehnen beurteilen. Auch ein erstes Probesitzen war nun möglich, um den Komfort zu testen. Nach weiteren formalen Überarbeitungen wurden ein Ureol-Modell angefertigt und parallel verschiedene Gestelle in unserer Modellbauwerkstatt geschweißt.

Den besitzbaren Schaumkörper durch das Werkzeug entstehen zu sehen faszinierte die junge Designerin.

Die Polsterung

In unserer Polsterei wurde nun der Zuschnitt gefertigt und angepasst. Mit viel Geduld und Handarbeit konnte schnell ein gutes Ergebnis erzielt werden. 

Thonet Making of S 830
Thonet Making of S 830

Das Fotoshooting

Nach der Fertigstellung konnte der Sessel S 830 in Szene gesetzt und fotografiert werden. Wichtige und schöne Details sind nun sichtbar: die kantigen und runden Formen kommen gut zur Geltung, wie auch die Nahtverläufe und das Stahlrohrgestell, das den Sessel perfekt umfasst.

Der Neuentwurf als fertiges Produkt

Nach einer Entwicklungszeit von einem Jahr stand das Produkt erstmalig fertig montiert und versandbereit in der Montagehalle.


Ein spannender Moment für die Designerin, das Resultat ihrer Arbeit in seiner endgültigen Gestalt zu sehen. „Von den ersten Skizzen bis zum fertigen Sessel ist viel Entwicklung und Herzblut in das Projekt geflossen. Es war schön und erleichternd zugleich, diesen dann vor mir zu sehen.“

Thonet Making of S 830
Thonet Emilia Becker

Die Designerin

Emilia Becker, 1985 in Uljanowkskij (Kasachstan) geboren, kam 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin in Coesfeld und studierte von 2008 bis 2012 Produktdesign an der Fachhochschule Münster. Ihre ersten Berufs-erfahrungen sammelte sie bei einem Start-up-Unternehmen, in welchem sie für die Gestaltung von Messelementen für den Sportbereich zuständig war. Seit 2014 ist sie als Designerin und Projekteiterin im Thonet Design Team beschäftigt.


Foto: Philipp Thonet