Development mode
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April 2014

Erfolgreicher Stahlrohrklassiker in neuem Gewand:
S 533 mit geschnürtem Leder in Schwarz

 

Design: Ludwig Mies van der Rohe, 1927

 

Ein neuer Look für einen ikonischen Sessel: In einer edlen Variante mit geschnürtem schwarzen Leder wird der Freischwinger S 533 von Ludwig Mies van der Rohe nun fester Bestandteil der Thonet-Kollektion. Das Unternehmen knüpft damit an die erfolgreiche Sonderedition des S 533 mit geschnürtem Büffelleder an, die im Januar 2014 in der Reihe Thonet Collect erschien und bereits wenige Tage nach ihrer Präsentation vergriffen war. Der berühmte Architekt und Bauhaus-Lehrer Mies van der Rohe entwarf den Sessel im Jahr 1927 folgend dem Motto "weniger ist mehr". Mit diesem Entwurf prägte er eine der bedeutendsten Designinnovationen des 20. Jahrhunderts mit: den Möbeltypus des hinterbeinlosen Kragstuhls, besser bekannt als "Freischwinger".

 

Ein sparsamer Einsatz von Materialen, eine funktionale Gestaltung und eine harmonische Form zeichnen den S 533 aus und machen ihn zu einem zeitlosen Möbel. Seinen besonderen Sitzkomfort verdankt der hinterbeinlose Freischwinger der Fähigkeit zum dauerelastischen Federn. Dieser Effekt stellt sich ein, weil Mies van der Rohe den vorderen Teil des Stahlrohrgestells als großen Bogen aus federhartem Stahlrohr konzipierte. So passt sich der S 533 mit seiner Schwingkraft der freien Bewegung des Menschen an -auf eine zusätzliche Polsterung kann verzichtet werden.

 

Die Geburt des Freischwingers

 

Als Leiter der Werkbundausstellung "Die Wohnung" in Stuttgart, die 1927 als die Weißenhof-Siedlung bekannt wurde, erfuhr Ludwig Mies van der Rohe von dem Experiment seines holländischen Kollegen Mart Stam. Der hatte 1926 seinen bahnbrechenden Entwurf eines hinterbeinlosen Kragstuhls vorgestellt, der auf zwei übereinander liegenden Kuben basierte. Die Kuben soll Mies van der Rohe in seinem Freischwinger-Entwurf durch einen großzügigen Bogen ersetzt haben, der das kantige Stuhlmodell schließlich zum Schwingen brachte. Mart Stams Prototyp war aus Gasrohren hergestellt und somitstatisch, er federte also nicht. Biegungen mussten mittelseingefügter "Kniestücke" konstruiert werden. Mies van der Rohe hingegen bediente sich der Technik von kalt gebogenem Stahlrohr, mit deren Hilfe die elastischen Eigenschaften des Materials erhaltenblieben. Sowohl das Modell Stams als auch der Stuhl Mies van der Rohes wurden 1927 in der Stuttgarter Weißenhof-Siedlung präsentiert.Seit 1932 ist der S 533 fester Bestandteil des Thonet Programms, zuerst unter dem Namen Modell Nr. MR 533, heute mit der Bezeichnung S 533.

 

Ludwig Mies van der Rohe

 

1886 in Aachen geboren, trat Ludwig Mies van der Rohe bereits mit 22 Jahren in das Architekturbüro von Peter Behrens ein, wo er mit Walter Gropius und Le Corbusier zusammen traf. Bald wurde Mies ein Protagonistdes neuartigen Glas-und Skelettbaus der Zeit -ausschlaggebend war sein Entwurf eines Glashochhauses am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin. Seit 1925 war er verantwortlich für die künstlerische Leitung des Deutschen Werkbundes, woraufhin 1927 unter seinerRegie die Weißenhof-Siedlungin Stuttgart im Rahmen der Werkbundausstellung "Die Wohnung"entstand. 1930 wurde Mies van der Rohe von Walter Gropius zum Direktor des Bauhauses in Dessau berufen, das er am 10. August 1933 auf Druck der NSDAP auflösen musste. Danach emigrierte Mies van der Rohe in die USA. 1938 folgte er einem Ruf nach Chicago, wo ihm die Leitung der Architektur-Abteilung am Armour Institute, dem späteren Illinois Institute of Technology, übertragen wurde. Dieser Schritt brachte ihn stark voran; fortan entwickelte er sich zu einem der weltweit einflussreichsten Architekten. Seine Stahlgitterbauten mit großflächiger Verglasung wie etwa das Seagram Building in New York (1958) oder die Nationalgalerie in Berlin (1968) zählen zu den Höhepunkten moderner Architektur. Seine ebenfalls berühmt gewordenen Möbelentwürfe entstanden ausnahmslos als Nebenprodukt seiner Bauaufträge -darunter der Barcelona-Sessel oder der Freischwinger Brno. 1969 starb Ludwig Mies van der Rohe in Chicago.

 

 

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