Development mode
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April 2014

Neu aufgelegt: Der Stahlrohr-Klubsessel S 35 mit Fußhocker in zwei hochwertigen Lederausführungen

 

 

Design: Marcel Breuer, 1928/29

 

Thonet nimmt den Klubsessel S 35 von Marcel Breuer und den dazu passenden Fußhocker S 35 H nach mehrjähriger Pause wieder ins Programm auf. Das Frankenberger Unternehmen präsentiert den Stahlrohrsessel in zwei edlen Ledervarianten: mit vollnarbigem Kernleder in Schwarz und mit braunem Büffelleder. Letztere erscheint in der erfolgreichen "Pure Materials"-Kollektion, die sich unter anderem durch vernickeltes Stahlrohr und geöltes Holz auszeichnet. Breuers Entwurf des auf Kufen stehenden Sessels mit federnder Sitzfläche stammt aus den Jahren 1928/29. Seit 1930 wurde der Freischwinger von Thonet produziert.

 

Die Besonderheit des S 35 liegt in seiner außergewöhnlichen Konstruktion: In einer einzigen durchgehenden Linie war es Marcel Breuer gelungen, alle Funktionen eines freischwingenden Stahlrohrsessels zu verwirklichen. Dabei entstand eine Dopplung des Freischwinger-Effekts, denn die unabhängig vom Sitz federnden Armlehnen balancierten das Schwingen des nach hinten auskragenden Sitz-Rückgestells aus. Die Ur-Version des S 35 bzw. B 35 -unter dieser Bezeichnung wurde der Sessel noch in den Produktkatalogen der 1930er-Jahren geführt -verfügte über eine Bespannung aus Eisengarn und Armauflagen mit Holz. Bald aber gab es auch Versionen in Korbgeflecht, Leder und Kuhfell sowie gepolsterte Varianten. Der frei schwingende Klubsessel B 35 wurde erstmals 1930 im Pariser Grand Palais als ein Beitrag des Deutschen Werkbundes vorgestellt.

 

Klassiker aus der Bauhaus-Zeit: Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer

 

Im Jahr 1925 hatte Marcel Breuer begonnen, erste Möbelexperimente mit kalt gebogenem Stahlrohr durchzuführen. Er experimentierte in seinen Entwürfen vielfach mit dem Prinzip des hinterbeinlosen Kragstuhls -ein Prinzip, das unter dem Begriff "Freischwinger"populär geworden ist und das auf einen Entwurf des holländischen Architekten Mart Stam 1926 zurückgeht. Breuer prognostizierte, dass man "am Ende wie auf einer elastischen Luftsäule" sitzen werde. Die schlichten Möbelentwürfe aus Stahlrohr von Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe, Mart Stam und anderen revolutionierten das Möbeldesign mit ihrer klaren Formensprache und fügten sich gut in die moderne Architektur der Zeit ein. Marcel Breuers Stahlrohrmöbel gelten heute als Klassiker und sind in den wichtigsten Design-Sammlungen weltweit zu finden.

 

Marcel Breuer

 

Geboren am 22. Mai 1902 im ungarischen Pécs, studierte Marcel Breuer nach einem abgebrochenen Kunststudium von 1920 bis 1924 am Staatlichen Bauhaus Weimar. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris übernahm er von 1925 bis 1928 die Leitung der Tischlereiwerkstatt am Bauhaus, das inzwischen nach Dessau umgezogen war. In dieser Zeit war er stark vom Konstruktivismus und De Stijl geprägt und entwickelte einige wegweisende Möbelentwürfe aus Stahlrohr. 1928 ging Breuer nach Berlin, wo er vorwiegend im Bereich Innenarchitektur tätig war. Ab 1931 unternahm er eine Reihe von Reisen, bevor er ab 1932 in der Schweiz an mehreren Aluminiummöbelentwürfen arbeitete. 1935 zog Marcel Breuer nach London, wo er als Architekt tätig war. 1937 erhielt er eine Professur für Architektur an der Harvard Universität in Cambridge, Massachusetts/USA, und eröffnete dort später gemeinsam mit Walter Gropius ein Architekturbüro. 1946 gründete Marcel Breuer sein eigenes Studio in New York und realisierte zahlreiche Entwürfe in Europa und in den USA. Er gilt als einer der bedeutendsten Architekten und Gestalter der Moderne. Marcel Breuer starb am 1. Juli 1981 in New York.

 

 

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