Development mode
1 / 15

Mai 2018

85 Jahre studieren auf Thonet – Stahlrohr-Freischwinger in der Leipziger Nationalbibliothek 

 

Das denkmalgeschützte Hauptgebäude der prachtvollen Bibliothek in der Leipziger Innenstadt zeichnet sich durch beeindruckende Statuen, Büsten und goldene Schmuckelemente der Jahrhundertwende aus. Im Kontrast zum steinernen spätwilhelminischen Pathos des über 100 Jahre alten Gebäudes zogen in den naturwissenschaftlichen Lesesaal bereits 1933 sachlich funktionale Einflüsse des Bauhauses ein: Dort kann bis heute an über 100 Arbeitsplätzen auf ikonischen Stahlrohr-Freischwingern des Modells S 43 F von Thonet (Design und künstlerisches Urheberrecht: Mart Stam,) studiert und recherchiert werden. Akkurat und in Reihe angeordnete Schreibtische mit klassischer Beleuchtung der 1920er-Jahre unterstreichen den geradlinigen, reduzierten Look des knapp 300 m2 großen rechteckigen Saals.

 

Das erste Mal belieferte der Möbelhersteller Thonet die Leipziger Nationalbibliothek im Jahr 1933 mit 100 Exemplaren des Stahlrohrstuhls S 43 F (mit Armlehnen), welcher nur wenige Jahre zuvor vom Bauhaus-Lehrer Mart Stam entworfen worden war. Die bequemen Freischwinger bieten dank ihrer leichten Federung maximalen Sitzkomfort und sorgen für eine entspannte Körperhaltung – auch an langen Arbeitstagen. Mit ihrer reduzierten und klaren Form verleihen sie dem lichtdurchfluteten Lesesaal zeitlosen Charme. Das Schwarz der Formholzteile für Sitz, Rücken und Armlehne findet sich auch in den Schreibtischen wieder, die jeweils Platz für zwei Stühle bieten.

Durch den Zweiten Weltkrieg und die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik war es jahrzehntelang nicht möglich, die Bestuhlung im Lesesaal zu ergänzen. Daher bekam Thonet erst nach der deutschen Wiedervereinigung eine Anfrage zur Erweiterung der bestehenden Möblierung des naturwissenschaftlichen Lesesaals: Im Jahr 2002 lieferte das Frankenberger Unternehmen nach über 70 Jahren erneut acht Freischwinger des Modells S 43 F, ebenfalls in Schwarz, und reparierte zwei vorhandene Stühle. Der Großteil der ursprünglichen Stühle ist noch heute in der Leipziger Nationalbibliothek vorhanden, lediglich die Stahlrohrgestelle der historischen Freischwinger mussten aufgrund des täglichen Gebrauchs im Jahr 2006 erneuert werden. Alle Holzteile der Originalbestuhlung wurden übernommen, was von der Qualität und Langlebigkeit der Thonet-Möbel zeugt.

 

Ein Schmuckstück in der Leipziger Innenstadt. Die Nationalbibliothek Leipzig wurde 1916 als „Deutsche Bücherei“ eingeweiht. Seither sammelt, dokumentiert und archiviert sie alle deutschen  und deutschsprachigen Publikationen in Wort und Ton, die seit 1913 erschienen sind, und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Das Gebäude am Deutschen Platz zählt zu den schönsten und zweckmäßigsten historischen Bibliotheksbauten in Deutschland. Seit der ersten Grundsteinlegung kamen bereits vier Erweiterungsbauten hinzu – zuletzt der 2011 eröffnete futuristische Gebäudekomplex von der Stuttgarter Architektin Gabriele Glöckler in Zusammenarbeit mit dem Büro ZSP Architekten. 1990 schloss sich die Deutsche Bücherei mit der Frankfurter Bibliothek zusammen. Gemeinsam treten die Institutionen seit 2006 unter dem Titel „Deutsche Nationalbibliothek“ auf.

 

 

» Download PDF "Nationalbibliothek Leipzig"

 

» Thonet Mediendatenbank Download Bilder - S 43

 

Adresse oder Ansprechpartner

Für weitere Informationen und Bildmaterial aller Produkte wenden Sie sich bitte an unsere PR-Agentur

neumann communication
Claudia Neumann, Anne Polch, Hanna Reif

Eigelstein 103-113
D-50668 Köln
Tel. +49 (0)221-91 39 49 0

Fax +49 (0)221-91 39 49 19
E-Mail thonet(at)neumann-communication.de

 

Thonet GmbH
Susanne Korn

Head of Marketing Communication
Michael-Thonet-Straße 1
D-35066 Frankenberg
Tel. +49 (0)6451-508-0
Fax +49 (0)6451-508-108
E-Mail susanne.korn(at)thonet.de