Development mode

 

Drei von vielen Kreativen, die heute für Thonet gestalten und sich dabei mit dem Erbe auseinandersetzen: Sebastian Herkner sowie Eva Marguerre und Marcel Besau (Studio Besau Marguerre) mit Thonet im Gespräch.

 


Was fasziniert Euch an der Marke Thonet, was ist spannend daran, mit Thonet zusammenzuarbeiten?

 

Eva Marguerre: „Uns faszinieren bei Thonet die Rundungen, die man bei den Thonet Klassikern aus Bugholz und denen aus Stahlrohr findet. Sie repräsentieren das Revolutionäre, das Innovative beider Epochen, die ja von Thonet entscheidend geprägt wurden.“

 

Sebastian Herkner: „Thonet ist eines der prägendsten Designunternehmen überhaupt und das bereits seit 200 Jahren. Das Unternehmen hat sich durch Innovation und Vision sowie durch spannende Kooperationen immer wieder neu erfunden. Für mich als Designer ist dies die perfekte Basis für eine Zusammenarbeit. Es gibt einen intensiven gemeinsamen Dialog, der getrieben ist von Wissen, Begeisterung und Ideen.“

Was sind für Euch die entscheidenden Aspekte, die bei Eurer Sicht auf Thonet eine Rolle spielen?

 

Sebastian Herkner: „Die Arbeit mit dem Material sowie der Antrieb, die Marke weiterzuentwickeln. Bei unserer Zusammenarbeit ist es vor allem das Zusammenspiel von Tradition und Know-how auf Seiten des Unternehmens sowie mein Interesse für Qualität, Detail und Farbe.“

 

Marcel Besau: „Thonet strahlt für uns schon aufgrund der Materialien Holz und Stahlrohr, die sie ja entscheidend ausmachen, eine gewisse Kühle aus. Wir finden, dass der Marke etwas Wärme gut zu Gesicht steht. Das versuchen wir mit unseren Ansätzen zu erzielen, zum Beispiel, wenn wir den Stuhl 214 mit einem neuen, zeitgenössischen Farbkonzept interpretieren oder im Fall des Messestanddesigns Textilien einsetzen.“

Wenn Ihr eine Marke wie Thonet heute, in der Gegenwart denkt: Wie würdet Ihr Euren Ansatz beschreiben?

 

Sebastian Herkner: „Gutes Handwerk steht für eine deutsche Tradition im Design genauso wie Technologie und Innovation. All dies muss man im Kontext der aktuellen Zeit verantwortungsvoll weiterentwickeln, und das habe ich bei meinem Programm 118 versucht.“

 

Eva Marguerre: „Uns geht es um die Frage: Wie kann man die Ikonen in einen in zeitgenössischen Kontext bekommen? Es ist eine Herausforderung, mit der Geschichte respekt- und verantwortungsvoll umzugehen und sie dabei nach vorn zu denken. Man ist nicht ganz frei, aber wir mögen es, einen Rahmen und gewisse Beschränkungen zu haben, weil daraus immer etwas Neues, etwas Überraschendes entsteht. Wir finden – und so haben wir bei unseren Projekten für Thonet auch gearbeitet – dass bereits kleinere Verschiebungen in Material, Farbe oder Details dazu führen, dass der Dialog mit zeitgenössischen Entwürfen gelingt.“